Eine Anleitung zu den Sicherheitseinstellungen von Windows 10

Windows 10 bietet eine Reihe von Sicherheitseinstellungen, die Ihnen helfen, Ihren Computer sicher zu halten. Die Navigation durch so viele Sicherheitsoptionen kann jedoch für den durchschnittlichen Geschäftsinhaber komplex und verwirrend sein. Diese Einstellungen sind über Ihr Bedienfeld verteilt, so dass Sie nicht alle Sicherheitsoptionen auf einer Seite finden.

Um Ihnen bei Ihren Windows 10-Sicherheitseinstellungen zu helfen, sind hier fünf wichtige Sicherheitsrisiken zu beachten und wie Sie sie beheben können. Von dort aus finden Sie auch andere Sicherheitsoptionen, die Ihnen helfen, Ihren Computer sicher zu halten.

1. Datenschutz
Ein Sicherheitsrisiko bei Windows 10 ist die gemeinsame Nutzung privater Daten, insbesondere für die Nutzung persönlicher Dienste. So weist Windows 10 beispielsweise jedem Benutzer automatisch eine Werbe-ID zu, um maßgeschneiderte Anzeigen bereitzustellen, während er im Internet surft und unterstützte Anwendungen verwendet. Microsoft sammelt und synchronisiert auch die Daten der Benutzer mit seinen Servern, was besonders für Geschäftskunden problematisch ist.

Um Ihre Privatsphäre zu schützen, können Sie in Windows 10 bestimmte Arten der Datenfreigabe deaktivieren. Hier ist die Vorgehensweise:

Gehen Sie zu Einstellungen.
Klicken Sie auf Datenschutz.
Klicken Sie auf die Registerkarte Allgemein.
Von hier aus können Sie verschiedene Datenschutzeinstellungen ändern, wie z.B. die Werbe-ID und die Standortverfolgung deaktivieren. Sie können auch den Zugriff auf Ihre Kamera und Ihr Mikrofon einschränken und steuern, welche Apps Zugriff auf Ihre Kontakte, Kalender und Nachrichten haben. Sie können festlegen, wie viele Daten Microsoft über Ihre Sprache, Tippen und andere Computernutzung sammelt, um Cortana und andere Dienste zu personalisieren.

2. Windows-Updates
Wie bei früheren Versionen von Windows sendet Windows 10 regelmäßig Software-Updates, Korrekturen und Sicherheitspatches aus und installiert sie dann automatisch. Das Problem tritt auf, wenn Updates Ihre Arbeit stören oder die Leistung verlangsamen, und wenn es Sicherheitsrisiken bei der Installation gibt.

Obwohl Benutzer nicht die Freiheit haben, Teile eines zu installierenden Updates auszuwählen, können Sie bei den Sicherheitseinstellungen von Windows 10 wählen, wie und wann Updates bereitgestellt werden sollen.

So greifen Sie auf Ihre Windows-Aktualisierungseinstellungen zu:

Klicken Sie auf die Schaltfläche Start.
Gehen Sie zu Einstellungen.
Wählen Sie Update & Sicherheit.
Wählen Sie links Windows Update.
Klicken Sie auf Erweiterte Optionen.
Von hier aus können Sie wählen, ob Windows automatisch Updates installieren soll, wenn Sie Ihren Computer nicht verwenden, sowie sicherstellen, dass Ihre Updates direkt von Microsoft und nicht von Netzwerken oder Diensten von Drittanbietern stammen.

3. Wi-Fi-Einstellungen
Die Sicherung Ihrer WLAN-Einstellungen ist eine der besten Möglichkeiten, sich vor Cyberangriffen zu schützen. Windows 10 erleichtert das Auffinden und Verbinden mit Hotspots, birgt aber erhebliche Sicherheitsrisiken. Hacker können über öffentliche Netzwerke leicht auf Ihre privaten Daten zugreifen, daher ist es am besten, die Verbindungen zu offenen Hotspots abzuschalten. Sie können dies tun, indem Sie in Einstellungen gehen, auf Netzwerk & Internet klicken und dann Wi-Fi-Einstellungen verwalten wählen.

Mit Windows 10 können Sie Ihre Wi-Fi-Verbindungen auch mit Freunden über bestimmte Anwendungen wie Facebook und Outlook teilen. Obwohl das Konzept in der Theorie großartig ist und wenn deine Freunde es wirklich brauchen, ist es im Allgemeinen ein Sicherheitsrisiko, wenn es immer eingeschaltet ist. Sie können die Wi-Fi-Freigabe auf der Seite Netzwerk- und Interneteinstellungen deaktivieren.

4. Backups
Windows 10 kann automatisch Backups erstellen, um Ihr System im Falle eines Absturzes oder Cyberattacks wiederherzustellen. Diese Backups sind jedoch nicht sicher und können von jedem aufgerufen werden, der sich in Ihren Computer einhackt. Alternativ können Sie ein eigenes Vollsystem-Image auf einem externen Speicher, wie beispielsweise einem USB-, DVD- oder externen Laufwerk, erstellen.

Hier ist die Vorgehensweise:

Öffnen Sie die Systemsteuerung.
Gehen Sie zu Dateihistorie.
Klicken Sie auf System Image Backup.
Wählen Sie, wo Sie Ihr Backup speichern möchten.
Klicken Sie auf Backup starten.
Wenn Sie Windows 10 Professional verwenden, schützen Sie Ihr Backup auch mit einem Passwort. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf die Datei, klicken Sie auf Erweitert und aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben “Inhalt verschlüsseln, um Daten zu schützen”. Sie müssen dann Ihr Windows 10-Passwort eingeben, um das Backup zu öffnen und auszuführen.

5. Versteckte Erweiterungen
Um Windows 10 ein sauberes Aussehen zu verleihen, verbirgt das Betriebssystem automatisch Dateierweiterungen. In Ihrer Budgettabelle steht beispielsweise einfach “Budget” statt “budget.xlsx”. Der Vorteil ist, dass das Verstecken von Dateierweiterungen der Oberfläche ein weniger überladenes Aussehen verleiht. Der Nachteil ist, dass es leicht ist, versehentlich bösartige Dateien zu öffnen, die nur sicher aussehen, weil man nicht sehen kann, um welche Art von Datei es sich handelt.

Als Sicherheitsmaßnahme kann es für einige Benutzer sicherer sein, Dateiendungen anzuzeigen. Das Anzeigen von Dateierweiterungen ist einfach.

So verhindern Sie, dass Windows 10 Dateiendungen ausblendet:

Gehen Sie zu Systemsteuerung.
Öffnen Sie die Optionen des Datei-Explorers.
Klicken Sie auf die Registerkarte Ansicht.
Deaktivieren Sie “Erweiterungen für bekannte Dateitypen ausblenden”.
Hier können Sie auch Einstellungen für versteckte Dateien vornehmen. Einige Dateien werden von Windows 10 automatisch versteckt, aber einige Viren und Malware speichern auch Themes.